Weiterbildung für Versicherungsmakler

Ziel der regelmäßigen Weiterbildung für Makler und Vermittler gemäß IDD von mindestens 15 Stunden pro Jahr, ist die Verbesserung der Qualität in der Beratung. Versicherungsmakler ist ein Wissensberuf, die 15 IDD-Stunden Weiterbildungszeit sind nur eine Minimalanforderung. Für Makler und Vermittler ist die regelmäßige Weiterbildung sinnvoll, um stets auf dem Laufenden zu sein. Es gibt viele Themen, über die es sich mehr zu wissen lohnt: Rechtliche Veränderungen, die Digitalisierung der Kundenverwaltung, neue Produkte von Versicherern oder die Automatisierung von Prozessen dank Tools.

Was ist die IDD?

IDD ist die Abkürzung für Insurance Distribution Directive. Im Deutschen spricht man hier von der Versicherungs­vertriebsrichtlinie. Diese Richtlinie bietet Leitplanken für die Umsetzung des Versicherungsvertriebs auf nationalstaatlicher Ebene. Eine dieser Leitplanken ist der Umgang mit Weiterbildung für Versicherungsmakler und anderen Personengruppen im Kontext von Versicherungen.

Was beinhaltet die IDD Richtlinie für Versicherungsvermittler?

Die IDD (Insurance Distribution Directive) wurde von allen EU-Ländern in nationales Recht überführt. In Deutschland trat die Richtlinie am 23. Februar 2018 in Kraft. Mit der neuen IDD Vermittlerrichtlinie will der Gesetzgeber den Verbraucherschutz stärken und die Beratungsqualität sowie die Transparenz erhöhen. Betroffen von den Inhalten sind alle Branchen, die Versicherungen vermitteln oder mit entsprechenden Beratungen und dem Vertrieb befasst sind. Unter anderem werden die Versicherungsmakler verpflichtet, bei der Verwaltung und der Abwicklung eines Schadenfalls zu unterstützen. Auch die Weiterbildung von Versicherungsmaklern ist Bestandteil der IDD Richtlinie.

Für wen gilt die Weiterbildungspflicht nach IDD?

Grundsätzlich besteht eine Weiterbildungspflicht in Höhe von 15 Stunden pro Kalenderjahr für alle Personen, die mit dem Vertrieb und der Verwaltung zu tun haben. Dazu zählen Versicherungsmakler, aber auch Mitarbeiter im Umfeld der Vertragsverwaltung und Schadenbearbeitung.  

Die folgenden Personengruppen unterliegen konkret der Weiterbildungspflicht:

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Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1, Nr. 2 GewO

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Versicherungsberater nach § 34d Abs. 2 GewO

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Vertrieblich Tätige eines Versicherungsunternehmens (Innendienst/Service Center): Unmittelbar oder maßgeblich am Versicherungsbetrieb beteiligte Angestellte eines Versicherungsunternehmens nach § 48 Abs. 2 VAG

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Mitarbeiter eines Vermittlers: Mitarbeiter eines Versicherungsunternehmens oder Vermittlerbetriebs (auch Sparkassen/Banken) nach § 34d Abs. 9 GewO und § 48 VAG

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Ausschließlichkeitsvermittler: Versicherungsvermittler nach § 34d Abs. 1, Nr. 1 GewO

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Angestellter Außendienst: Angestellte eines Versicherungsunternehmens/Werbeaußendienst nach § 17 Abs. 3 MTV

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Mehrfachagent: Versicherungsvertreter mehrerer Versicherungsunternehmen nach § 34d Abs. 1, Nr. 1 GewO

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Leitungspersonen nach § 34d Abs. 9 Satz 2 GewO und § 48 Abs. 2 VAG

 

Wie viele IDD Stunden sind für Versicherungsmakler verpflichtend?

Um die Vorgaben der Versicherungsrichtlinie zu erfüllen, sind jährlich 15 Zeitstunden zu absolvieren. Dabei haben die Versicherungsmakler die Möglichkeit, die Zeit innerhalb eines Kalenderjahres frei einzuteilen und gezielt bestimmte Maßnahmen auszuwählen. Wird die Tätigkeit erst im Laufe des Jahres aufgenommen, gibt es keine Ausnahmen von der Verpflichtung. Auch in diesen Fällen gilt die gesetzlich vorgegebene Stundenanzahl von 15 Zeitstunden.

Bei Versicherungsmaklern oder Angestellten, die wegen einer Elternzeit ihre Tätigkeit im laufenden Jahr nicht ausüben, ist die Weiterbildung nicht erforderlich. Das gilt auch für Makler, die nahezu das gesamte Jahr über wegen einer Krankheit nicht an Fortbildungen teilnehmen konnten oder wegen einer plötzlichen Krankheit die Maßnahmen nicht absolvieren können. In diesen Fällen ist ein ärztliches Attest vorzulegen.

Warum gibt es eine Weiterbildungspflicht für Makler?

Die Weiterbildungspflicht dient in erster Linie dem Verbraucherschutz. Der Gesetzgeber sieht vor, dass Versicherungsmakler ihre Beratungskompetenz für Finanz- und Versicherungsprodukte stetig prüfen und erweitern. Durch Webinare, Online-Kurse und Schulungsangebote bleiben Makler auf der Höhe der Zeit, sammeln Informationen und behalten einen Überblick bzgl. der Entwicklungen innerhalb der Versicherungsbranche. Versicherungsmakler steigern mit Fortbildungen ihre Handlungsfähigkeit und können sich auf Veränderungen am Markt einstellen. Damit geht die Weiterbildungspflicht über den Verbraucherschutz hinaus und bildet ein Instrument zur Steigerung der Beratungsqualität. Versicherungsmakler, die sich regelmäßig fortbilden, gewinnen somit auch einen Wettbewerbsvorteil und können die Weiterbildungspflicht eher als Weiterbildungschance sehen. 

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Wie sammeln Versicherungsmakler IDD Punkte?

Geht es um die vorgeschriebene Fortbildung, gibt es keine Möglichkeit, Punkte zu sammeln. Um die Vorgaben der IDD Richtlinie zu erfüllen, müssen Zeitstunden in Form von IDD Weiterbildungen absolviert werden. Gutschriften von IDD Punkten gibt es in diesem Sinne also nicht.

In welcher Form kann die IDD Fortbildung erfolgen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Weiterbildung wahrzunehmen:

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Präsenzveranstaltungen, die örtlich oder virtuell stattfinden

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E-Learning in Form von Webinaren

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Blended Learning als Kombination aus Präsenzveranstaltungen und E-Learning

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Einzeltermine mit individuellem Coaching

Grundsätzlich ist auch ein Selbststudium möglich. Wer sich auf diese Weise weiterbildet, muss jedoch zwingend Lernerfolgskontrollen, beispielsweise über E-Learning-Plattformen absolvieren.

Wie erfolgt der Nachweis über die IDD Seminare?

Nachweise über die Fortbildungen und die Teilnahme sind notwendig. Auf den Unterlagen müssen neben dem Namen des Teilnehmenden, auch das Datum, die Dauer und die Art der IDD Weiterbildung notiert werden. Die Dokumente sind idealerweise als Datei abgespeichert, sicher in den Geschäftsräumen oder zusätzlich digital, z. B. in einem Maklerverwaltungsprogramm, aufzubewahren. Die Frist für die Aufbewahrung beträgt nach der Richtlinie fünf Jahre und beginnt am Ende des Kalenderjahres, in dem die IDD Seminare stattfanden. Nachweise sind der IHK nur auf Anforderung einzureichen. Die zuständige IHK ist berechtigt, Stichproben vorzunehmen und die Einhaltung der IDD Richtlinie zu überprüfen. Diverse Handelskammern haben in den vergangenen Jahren diese Möglichkeit genutzt und Versicherungsmakler aufgefordert Weiterbildungsnachweise einzureichen. 

Worauf sollten Versicherungsmakler bei Weiterbildungen achten?

Der gesetzliche Rahmen für die Fortbildung nach IDD ist sehr weitläufig formuliert. Dies führt dazu, dass es viele werbliche Weiterbildungsangebote gibt. Für jeden Makler sollte der Mehrwert der Schulung im Vordergrund stehen, denn nur so wird zweierlei gewährleistet: Erstens sammelt man Weiterbildungszeit, zweitens kann man Inhalte für die eigene Kompetenzerweiterung nutzen und drittens profitiert man aufgrund der gesteigerten Beratungsqualität von einer höheren Abschlusswahrscheinlichkeit zufriedener Kunden.

Neben dem Mehrwert sollten Sie prüfen, ob das Schulungsangebot die Inhalte bedient, die für Sie in der beruflichen Ausrichtung Relevanz haben. Die Inhalte der Sachkundeprüfung dienen als Orientierung für konkrete Inhalte der Weiterbildungspflicht. Achten Sie darauf, dass Sie von Anbietern Nachweise ihrer Weiterbildungszeit erhalten, die Sie schnell und unkompliziert der IHK im Falle einer Prüfung vorlegen können.

Tipps:

Qualität:

Halten Sie nach guten Inhalte mit kompetenten Referenten Ausschau

Relevanz:

Prüfen Sie die Relevanz der Themenfelder für ihr Geschäft

Nachweisbarkeit:

Ihr Anbieter sollte Ihnen Zertifikate leicht zugänglich machen

Welche Inhalte müssen die Weiter­­bildungsmaß-
nahmen nach IDD haben?

Damit die Inhalte der Weiterbildungsmaßnahmen nach den gesetzlichen Regelungen der Richtlinie anerkannt werden, müssen sie der Aufrechterhaltung der Fachkompetenz und der personalen Kompetenz des Versicherungsmaklers dienen. Im Vordergrund bei den Weiterbildungen steht stets der Nutzen für den Kunden.

Außerdem werden Inhalte aus der Ausbildereignungsprüfung anerkannt, sofern ein Bezug zur Versicherungsberatung oder zur Vermittlung von Versicherungen besteht. Das gilt auch für Inhalte aus Bachelor- oder Masterstudiengängen. Den Nachweis erbringen die Teilnehmer in diesem Fällen durch eine entsprechende Teilnehmerbescheinigung.

Auch Produktinformationsveranstaltungen gelten als Weiterbildungszeit, sofern sie nicht ausschließlich werbenden Charakter haben, sondern detailliert über Art und Umfang bestimmter Versicherungsprodukte informieren.

Wer als Dozent tätig ist, kann sich einmalig im Kalenderjahr die Zeitstunden für seinen Vortrag anrechnen lassen. Es gilt die Stundenanzahl, die auch den Teilnehmern der Veranstaltung gutgeschrieben wird.

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Gibt es bei der Weiterbildungspflicht Ausnahmen von der IDD Versicherung Richtlinie?

Mitarbeitende im Backoffice, die nicht mit der Versicherungsvermittlung oder der Beratung beschäftigt sind, unterliegen nicht der Verpflichtung zur Weiterbildung für Versicherungsmakler, sofern es sich um rein interne Bürotätigkeiten handelt.

Werden Versicherungen beispielsweise als zusätzliches Produkt zu Reisen oder Elektrogeräten durch sogenannte Annex- oder Laienvermittler vermittelt, haben die Verkäufer keine versicherungstechnische Ausbildung und sind damit auch nicht zu einer Weiterbildung verpflichtet. Wichtig ist, dass die vermittelten Produkte einen jährlichen Versicherungsbeitrag von 600 Euro nicht überschreiten.

Was passiert, wenn Makler der Weiterbildungspflicht nicht nachkommen?

Die IHK prüft nachweislich mittels Stichproben, ob Versicherungsmakler ihrer Weiterbildungspflicht nachgekommen sind. Kann der Versicherungsmakler keine Nachweise vorlegen, ist mit einer Ordnungswidrigkeit in Form einer Geldbuße von mehreren tausend Euro zu rechnen. Im schlimmsten Fall veranlasst die IHK eine Löschung aus dem Handelsregister. Versicherungsmakler und andere Berufsgruppen sollten entsprechend auf Jahressicht ihr Stundenkontingent im Blick behalten und gegebenenfalls Richtung Ende eines Kalenderjahres Zeit für Weiterbildungen einplanen. Wichtig ist es, dass diese Weiterbildungszeiten anschließend nachweislich dokumentiert werden.

Wer prüft, ob ich der Weiterbildungspflicht nachgekommen bin?

Die Industrie- und Handelskammer kann verlangen, dass Sie eine unentgeltliche Erklärung über die Erfüllung der Weiterbildungspflicht durch Sie und Ihre zur Weiterbildung verpflichteten Beschäftigten für das vorangegangene Kalenderjahr abgeben.

Eine Mustererklärung ist als Anlage 4 der VersVermV  beigefügt. Sie kann elektronisch erfolgen. Die Erklärung ist nur auf Verlangen der Industrie- und Handelskammer vorzulegen, also nicht unaufgefordert einzureichen. Nachweise und Unterlagen müssen nicht beigefügt werden. Die Industrie- und Handelskammer kann die Vorlage nach § 29 Abs. 1 GewO jedoch anordnen.

Die Erklärung des Gewerbetreibenden soll alle Beschäftigten umfassen, die im jeweiligen Weiterbildungszeitraum im Unternehmen tätig waren, auch wenn sie zwischenzeitlich ausgeschieden sind.

Müssen nur Mitarbeiter mit Kundenkontakt die Seminare absolvieren?

Nein, ob die Insurance Distribution Directive und die Weiterbildung für Versicherungsmakler verpflichtend sind, hängt nicht ausschließlich von einer Tätigkeit mit Kundenkontakt ab. So müssen auch andere Angestellte, die nicht unmittelbar am Vertrieb beteiligt sind, die Fortbildung für Versicherung wahrnehmen, wenn Sie bestimmte Aufgaben übernehmen. Im Einzelfall ist der Arbeitgeber in der Verantwortung nach den Vorgaben der gesetzlichen Grundlage zu entscheiden, ob die Verpflichtung für einzelne Mitarbeiter besteht.

Wie ist die Weiterbildungspflicht bei juristischen Personen geregelt?

Beschäftigt sich ein Unternehmen mit der Versicherungsvermittlung, sind alle Angestellten, die im Bereich der Vermittlung oder der Beratung mit Kundenkontakt tätig sind, zur Weiterbildung verpflichtet. Auch Mitarbeiter, die mit der Schadenabwicklung betraut sind oder in der Vertragsverwaltung arbeiten, müssen sich weiterbilden.

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, die Weiterbildungspflicht innerhalb der Geschäftsleitung auf eine bestimmte Personenanzahl zu delegieren. Das gilt aber nur für Personen, die nicht im direkten Vertrieb oder im Kundenservice arbeiten. Alle anderen müssen der Vorgabe für die gesetzlich vorgeschriebenen Seminare nachkommen.

 

Warum Weiterbildung für Makler wichtig ist

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Beratungsqualität steigern:

Ziel der regelmäßigen Weiterbildung von mindestens 15 Zeitstunden pro Jahr ist die weitere Verbesserung der Qualität in der Beratung.

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Versicherungsmakler ist ein Wissensberuf:

15 Stunden Weiterbildungszeit sind nur eine Minimalanforderung. Für Makler und Vermittler ist die regelmäßige Weiterbildung sinnvoll, um stets auf dem Laufenden zu sein.

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Den Blick über den Tellerrand wahren:

Es gibt viele Themen, über die es sich mehr zu wissen lohnt: Rechtliche Veränderungen, die Digitalisierung der Kundenverwaltung, neue Produkte von Versicherern oder die Automatisierung von Prozessen dank Tools.

Wie lange dauern Weiterbildungen bei Professional works?

Die Dauer einer Weiterbildung hängt vom Referenten des Webinars ab. Die meisten Webinare dauern eine Stunde. Für jedes Webinar finden Sie auf der Weiterbildungsplattform ein Datum und die Uhrzeit. 

Welche Angebote gibt es bei Professional works?

Das Weiterbildungsangebot für Versicherungsmakler ist sehr vielfältig. Es gibt fachliche, vertriebliche, produktspezifische, rechtliche oder regulatorische Themen. Zudem gibt es Untergliederungen in die Sparten Vorsorge, Krankenversicherung, der privaten und gewerblichen Sachversicherung, sowie der Baufinanzierung.

Was kosten Weiterbildungen bei Professional works?

Die Schulungsangebote bei Professional works sind kostenlos. Um an einem Webinar teilzunehmen, müssen Sie lediglich einen Testlogin beantragen. Es werden in der Regel jede Woche unterschiedliche Schulungen angeboten.

Wie erfolgt der Nachweis meiner Weiterbildungszeit in Professional works?

Der Nachweis Ihrer Weiterbildungszeit erfolgt digital im Maklerverwaltungsprogramm. Sie finden in Professional works alle Informationen im Bereich “Beratungsvorsprung”. Dort können Sie die Weiterbildungszeit unabhängig vom Anbieter kostenfrei dokumentieren. Die Weiterbildungsplattform erlaubt es, dass Ihre Weiterbildungszeiten automatisch hinterlegt werden. Sie kommen damit den Vorgaben des Gesetzgebers hinsichtlich der Nachweispflicht nach.

Welche Vorteile haben Fortbildungen bei Professional works?

Die Vorteile für Versicherungsmakler sind vielfältig. Die Nutzung der Weiterbildungsplattform ist für Sie kostenlos. Der Deutsche Maklerverbund legt höchsten Wert auf qualitativ hochwertige Schulungsangebote. Deshalb überprüfen wir alle Webinarangebote sorgfältig und stehen im engen Austausch mit den Referenten. Sie finden bei uns entsprechend thematisch relevante Inhalte von Fachexperten. In allen Webinaren steht der Inhalt im Vordergrund. Neben den Webinaren von Produktgebern gibt es darüber hinaus kostenlose Schulungen, um verschiedene Bereiche des Maklerverwaltungsprogramms Professional works kennenzulernen. 

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    FAQ zur Weiterbildungsverpflichtung nach § 34d

    Am 26.02.2021 haben der Deutschen Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK), die Industrie- und Handelskammern (IHKs) und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) 19 Fragen und Antworten zur Weiterbildungsverpflichtung nach § 34d Absatz 9 Satz 2 Gewerbeordnung (GewO) bzw. § 48 Absatz 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) veröffentlicht. Diese Veröffentlichung finden Sie im Folgenden.

    1. Wer ist zur Weiterbildung verpflichtet?

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    Versicherungsvermittler mit Erlaubnis (sowohl bei hauptberuflicher oder nebenberuflicher
    Tätigkeit)

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    Versicherungsberater mit Erlaubnis (haupt- oder nebenberuflich)

    ^
    Beschäftigte, die unmittelbar bei der Beratung oder der Vermittlung mitwirken (z. B. Mitarbeiter im Vertrieb, die beraten, unmittelbar mit der Vorbereitung von Versicherungsverträgen befasst sind, bei der Verwaltung und Erfüllung von Versicherungsverträgen, auch im Schadensfall, mitwirken oder unterstützen; vgl. § 1a Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Bei der Schadensbearbeitung und -regulierung handelt es sich grundsätzlich um Versicherungsvertrieb i. S. d. § 7 Nummer 34a VAG i. V. m. Artikel 2 Absatz 1 Nummer 1 IDD.

    Die Auslegung des Begriffs der Schadenregulierung in Artikel 2 Absatz 1 Nummer 1 IDD („Mitwirken bei Verwaltung und Erfüllung von Versicherungsverträgen, insbesondere im Schadensfall“) beschränkt sich dabei auf die Tätigkeiten, die Einfluss auf das Regulierungsergebnis (Regulierung oder Ablehnung der Regulierung eines Schadens) haben können und somit eine Würdigung umfassen, ob ein Versicherungsfall vorliegt oder nicht. Tätigkeiten, die sich auf die Entgegennahme der Anzeige des Versicherungsfalls und bloße Korrespondenz zur Klärung des Sachverhalts beschränken (z.B. Vervollständigung von „standardmäßig“ erhobenen Angaben / Unterlagen, ohne dass eine Würdigung umfasst ist, ob ein Versicherungsfall vorliegt oder nicht), fallen demnach nicht unter den Begriff der Schadenregulierung und stellen folglich keine Versicherungsvertriebstätigkeit i. S. d. § 7 Nummer 34a VAG i. V. m. Artikel 2 Absatz 1 Nummer 1 IDD dar.

    Ergänzende Erläuterungen: Die IDD sieht eine Ausnahme für die berufsmäßige Verwaltung der Ansprüche eines Versicherungsunternehmens oder eines Rückversicherungsunternehmens sowie für die Schadensregulierung und die Sachverständigenbegutachtung von Schäden vor Es handelt sich bei den in der IDD genannten Tätigkeiten nur um Tätigkeiten, die ein externer Dienstleister für ein (Rück-)Versicherungsunternehmen erbringt. Die Tätigkeit der Schadenregulierung durch Angestellte des (Rück-)Versicherungsunternehmens selbst fällt daher nicht unter diese Ausnahmenregelung der IDD (vgl. Artikel 2 Absatz 2 Buchstabe b IDD).

    ^

    Gebundene Versicherungsvermittler nach § 34d Absatz 7 Nummer 1 GewO („Ausschließlichkeitsvertreter“) unterliegen ebenfalls der Weiterbildungspflicht. Die Einhaltung dieser Pflicht müssen die Versicherungsunternehmen sicherstellen, vgl. § 48 Absatz 2 Satz 2 VAG.
    Für die Aufsicht ist die BaFin zuständig. Es wird in diesem Zusammenhang auf das Rundschreiben der BaFin vom 17.07.2018, Rundschreiben 11/2018 zur Zusammenarbeit mit Versicherungsvermittlern sowie zum Risikomanagement im Vertrieb verwiesen (veröffentlicht unter: www.bafin.de). In der Praxis prüft grundsätzlich die BaFin im Rahmen ihrer Aufsicht über Versicherungsunternehmen (z. B. anlässlich einer örtlichen Prüfung eines Versicherungsunternehmens), ob das/die haftungsübernehmende(n) Versicherungsunternehmen die Einhaltung der Weiterbildungspflicht des jeweiligen gebundenen Versicherungsvertreters sicherstellt/sicherstellen

    ^

    Folgende Personengruppen unterliegen nicht der Weiterbildungspflicht nach der GewO bzw. der Überwachung durch die IHK:

    ^

    Beschäftigte mit Aufgaben ohne Bezug zur Versicherungsvermittlung und -beratung (z. B. Mitarbeiter in der Buchhaltung, Personalabteilung, Back-Office-Kräfte für die Terminverwaltung)

    ^

    Produktakzessorische Versicherungsvermittler mit Erlaubnisbefreiung nach § 34d Absatz 6 GewO.
    Beachte: Versicherungsunternehmen dürfen allerdings mit produktakzessorischen Vermittlern gem. § 48 Absatz 2 Satz 2 VAG nur zusammenarbeiten, wenn die produktakzessorischen Vermittler die in § 48 Absatz 2 Satz 1 VAG genannten Voraussetzungen (u. a. regelmäßige Fortbildung) erfüllen. Für produktakzessorische Vermittler fordert die Insurance Distribution Directive (IDD) keine Weiterbildungspflicht in Höhe von 15 Stunden pro Kalenderjahr. Vor dem Hintergrund, dass produktakzessorische Vermittler nur ein geringes Spektrum an Versicherungen anbieten und sie aufgrund ihrer Haupttätigkeit die Risiken ihres Produktes einschätzen und damit auch die entsprechende Versicherung beurteilen können, ist es nicht generell erforderlich, dass produktakzessorische Vermittler sich 15 Stunden pro Kalenderjahr fortbilden. Ein Versicherungsunternehmen kann daher auch mit produktakzessorischen Vermittlern zusammenarbeiten, wenn sie sich regelmäßig in einem Umfang von weniger als 15 Stunden pro Kalenderjahr fortbilden.

    ^

    Annexvermittler ohne Erlaubnis nach § 34d Absatz 8 GewO

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    Gewerbetreibende nach § 34d Absatz 7 Satz 1 Nummer 1 GewO und deren bei der Vermittlung oder Beratung mitwirkende Beschäftigte, soweit sie lediglich Versicherungen vermitteln, die eine Zusatzleistung zur Lieferung einer Ware oder zur Erbringung einer Dienstleistung darstellen.
    Beachte: Versicherungsunternehmen dürfen allerdings mit diesen produktakzessorischen gebundenen Vermittlern nur zusammenarbeiten, wenn diese Vermittler sich regelmäßig fortbilden, vgl. § 48 Absatz 2 Satz 2 i. V. m. Satz 1 VAG. Dabei muss die Fortbildung nicht zwingend 15 Stunden umfassen.

    ^

    Aufgrund der Besonderheiten des Ausbildungsverhältnisses unterliegt der Auszubildende bei Tätigkeiten im Rahmen seiner Berufsausbildung nicht der Weiterbildungspflicht. Ist der Auszubildende außerhalb des Ausbildungsverhältnisses zusätzlich noch vertrieblich tätig, unterliegt er der Weiterbildungspflicht.

    ^

    Vertriebsvorstände eines Versicherungsunternehmens unterliegen unter den Voraussetzungen des § 48 Abs. 2 S. 4 VAG nicht der Weiterbildungspflicht.

    2. Wer muss sich bei einer juristischen Person (z. B. GmbH, AG), deren Geschäftszweck die Versicherungsvermittlung ist, weiterbilden?

    Grundsätzlich trifft die Weiterbildungspflicht bei juristischen Personen, deren Geschäftszweck die Versicherungsvermittlung ist, den oder die gesetzlichen Vertreter (z. B. Geschäftsführer, Vorstände) sowie die unmittelbar bei der Vermittlung oder Beratung mitwirkenden Beschäftigten (vgl. hierzu auch Nr. 4)

    3. Müssen sich auch Gewerbetreibende, die zwar eine Erlaubnis besitzen, nicht aber im Register eingetragen sind (sog. Schubladenerlaubnis), weiterbilden?

    Ja. Auch Inhaber einer sog. „Schubladenerlaubnis“, die von ihrer Erlaubnis als Versicherungsvermittler oder –berater keinen Gebrauch machen, unterliegen der Weiterbildungspflicht. Dies gilt auch dann, wenn eine Gewerbeabmeldung vorliegt.

    Hinweis: Eine „Schubladenerlaubnis“ bedeutet, dass die Erlaubnis besteht, aber keine Registrierung vorliegt und daher auch keine Tätigkeit ausgeübt werden darf. Die Tätigkeit setzt immer eine Registrierung voraus. Dennoch müssen sich auch diese Personen weiterbilden, da die Pflicht an der Erlaubnis anknüpft und nicht an der Registrierung oder der tatsächlichen Tätigkeit.

    4. Kann der Gewerbetreibende die Weiterbildungspflicht auch auf andere Personen übertragen (delegieren)?

    Gewerbetreibende haben die Möglichkeit, die Weiterbildungspflicht auf Angestellte zu übertragen (sog. Delegation), sofern es sich um juristische Personen handelt. Der gesetzliche Vertreter der juristischen Person (Geschäftsführer/Vorstand) kann die Weiterbildungspflicht aber nur dann delegieren, wenn er selbst nicht vermittelnd/beratend tätig ist.

    Ist der Gewerbetreibende als natürliche Person (z. B. Einzelunternehmer, auch als eingetragener Kaufmann) aber selbst mit der Durchführung der Vermittlung oder Beratung befasst oder in der Leitung des Gewerbebetriebs für diese Tätigkeit verantwortlich, ist die Delegation nicht zulässig.

    Für die Delegation müssen folgende Voraussetzungen vorliegen:

    • die Beschäftigten, denen die Weiterbildungspflicht übertragen worden ist, müssen die unmittelbar bei der Beratung oder Vermittlung mitwirkenden Beschäftigten beaufsichtigen,

    • diese aufsichtsberechtigten Beschäftigten müssen den Gewerbetreibenden vertreten dürfen (z. B. Prokura, Handlungsvollmacht etc.),

    • im Verhältnis zu den Beschäftigten im Vertrieb muss eine ausreichende Zahl dieser aufsichtsberechtigten Angestellten die Weiterbildungspflicht erfüllen (in der Regel ist eine Aufsichtsperson für 50 Beschäftigte im Vertrieb ausreichend).

    5. Welche Inhalte müssen die Weiterbildungsmaßnahmen haben, um Berücksichtigung zu finden?

    Die Weiterbildung muss nach § 7 Absatz 1 VersVermV die Aufrechterhaltung der Fachkompetenz und der personalen Kompetenz des Vermittlers oder Beraters gewährleisten. Durch die Weiterbildung erbringen die zur Weiterbildung Verpflichteten den Nachweis, dass sie ihre berufliche Handlungsfähigkeit erhalten, anpassen oder erweitern, wobei die Weiterbildung mindestens den Anforderungen der ausgeübten Tätigkeiten entsprechen muss. Dabei steht aufgrund der verbraucherschützenden Zielsetzung der IDD der Kundennutzen im Vordergrund.

    Inhalte, die unter Anlage 1 der VersVermV gefasst werden können, sind anzuerkennen. Die Anlage 1 ist jedoch nicht abschließend. Auch Inhalte, die nicht in Anlage 1 erfasst sind, bei denen der Bezug zur Versicherungsvermittlung/-beratung aber erkennbar ist, werden anerkannt (z. B. Transportversicherung, Cyberversicherung, Warenkreditversicherung). Auch anerkannt werden Weiterbildungen zu den in Anlage 1 VAG genannten Versicherungssparten. Aus der Bezeichnung bzw. dem Inhalt der Weiterbildungsmaßnahme muss sich ein Bezug zur Versicherungsvermittlung und –beratung bzw. Anlage 1 ergeben.

    Auch Produktinformationsveranstaltungen werden anerkannt, sofern die Veranstaltungen das jeweilige Produkt (z. B. Art, Inhalt, Umfang und Bedingungen von Versicherungsprodukten) zum Gegenstand haben und es sich nicht um reine Verkaufs- oder Werbeveranstaltungen handelt. Nicht anrechenbar sind insofern Maßnahmen zur Umsatzplanung oder -motivation von vertrieblich Tätigen.

    Nicht anerkannt werden Weiterbildungen mit versicherungsfremden Inhalten (z. B. Themen zum Gesundheitsmanagement oder der mentalen Unterstützung des Lernenden) oder Weiterbildungen ohne konkreten Bezug zur Versicherungsvermittlung und -beratung (z. B. allgemein betriebswirtschaftliche Weiterbildungen zur Unternehmensführung).

    Ebenso wenig können Veranstaltungen zu den Themen Finanzanlagen/Immobiliardarlehen/Bausparen anerkannt werden. Sofern in diesem Rahmen eine Weiterbildung zu Versicherungsprodukten stattfindet, bspw. zur betrieblichen Altersvorsorge oder Lebensversicherungen, können nur diese Teile der Veranstaltung anerkannt werden. In diesem Fall muss dieser Weiterbildungsteil in dem Weiterbildungsnachweis/Bescheinigung des Weiterbildungsanbieters separat ausgewiesen werden.

    Können Inhalte aus der Weiterbildung zur „Ausbildereignungsprüfung“ angerechnet werden?

    Nur, wenn der Bezug zur Versicherungsvermittlung/-beratung vorhanden ist. Zudem müssen die Voraussetzungen der Anlage 3 VersVermV erfüllt sein.

    In welchem Umfang können Inhalte aus Studiengängen (Bachelor, Master etc.) angerechnet werden?

    Inhalte der in § 5 Abs. 2 VersVermV genannten Studienabschlüsse werden anerkannt, soweit der Bezug zur Versicherungsvermittlung/-beratung besteht. Dieses ist durch eine Teilnahmebescheinigung der Hochschule oder Berufsakademie nachzuweisen.

    Wird die Zeit für Lernerfolgskontrollen oder Prüfungen, die den Abschluss einer Maßnahme bilden, zur Bildungszeit hinzugerechnet?

    Ja, wenn die Lernerfolgskontrolle im selben Kalenderjahr erfolgreich abgeschlossen wurde.

    Wird die mehrfache Teilnahme an einer identischen Weiterbildungsmaßnahme innerhalb eines Kalenderjahres angerechnet?

    Nein, die Wiederholung von identischen Maßnahmen innerhalb eines Kalenderjahres kann nicht angerechnet werden.

    Können Schulungen zu versicherungsspezifischer Beratungs- und Angebotssoftware sowie zur elektronischen Antragsaufnahme angerechnet werden?

    Versicherungsvermittler erstellen Lösungen/Lösungsalternativen für den Versicherungsbedarf des Kunden heute überwiegend mithilfe von versicherungsspezifischer Beratungs- und Angebotssoftware. Der sichere Umgang mit versicherungsspezifischer Beratungs- und Angebotssoftware einschließlich der elektronischen Antragsaufnahme gehört zu den grundlegenden Kompetenzen von vertrieblich Tätigen in der Versicherungswirtschaft. Daher können Schulungen zu versicherungsspezifischer Beratungs- und Angebotssoftware sowie zur elektronischen Antragsaufnahme angerechnet werden. Allgemeine Softwareschulungen (Microsoft Office, Verwaltungsprogramme etc.) können hingegen nicht anerkannt werden.

    Ist die Tätigkeit als Dozent, Vortragender oder Trainer anrechenbar?

    Eine Dozententätigkeit / Vortragstätigkeit kann einmalig pro Kalenderjahr anerkannt werden, in der Höhe der Stunden, die auch für die Teilnehmer anerkannt werden. Andere Tätigkeiten im Rahmen von Prüfungen können nicht als Weiterbildung anerkannt werden, da sie den Anforderungen nach Anlage 3 der VersVermV nicht entsprechen.

    6. Welchen Umfang muss die Weiterbildung insgesamt haben?

    ^

    15 Zeitstunden

    ^

    innerhalb eines Zeitraums von einem Kalenderjahr

    ^

    freie zeitliche Verteilung der Weiterbildungsstunden innerhalb des Kalenderjahres

    7. Wann beginnt die Weiterbildungspflicht?

    • Die gesetzliche Pflicht zur Weiterbildung besteht seit dem 23.02.2018 jährlich in einem Umfang von jeweils 15 Zeitstunden. Auch für das Jahr 2018 bestand die Weiterbildungspflicht in einem Umfang von 15 Zeitstunden.

    • Die Weiterbildungsverpflichtung der Beschäftigten im Umfang von 15 Stunden gilt auch dann, wenn diese nicht das volle Kalenderjahr beschäftigt gewesen waren.

    • Der Weiterbildungszeitraum für den Gewerbetreibenden und den weiterbildungspflichtigen Beschäftigten beginnt bereits mit dem Beginn des Kalenderjahres, in dem er die Tätigkeit aufgenommen hat, selbst wenn der Tätigkeitsbeginn unterjährig erfolgt. Auch in diesen Fällen sind 15 Stunden zu absolvieren.

    • Siehe dazu auch Fragen/Antworten zu Nr. 14 und Nr. 15

    7.1. Gibt es Ausnahmen oder Befreiungen?

    Grundsätzlich gibt es außer den in Frage 1/Antwort Nr. 1 genannten keine weiteren Ausnahmen oder Befreiungen von der Weiterbildungspflicht. Härtefälle können – abhängig vom konkreten Einzelfall – ggf. berücksichtigt werden. Folgende beispielhaft dargestellten Fallgestaltungen dürften dabei im Vordergrund stehen:

    Beispiel 1: Nahezu ganzjährige Krankheit

    Gewerbetreibender: In diesem Fall ist von dem Gewerbetreibenden zunächst darzulegen, dass aus tatsächlichen Gründen Weiterbildungsmaßnahmen nicht absolviert werden konnten. Wenn dies der Fall ist, kann im Einzelfall von der Erfüllung der Weiterbildungsverpflichtung abgesehen werden, weil auch im Verwaltungsrecht nichts Unmögliches verlangt werden darf. Dies gebietet der Rechtsgedanke des § 44 Absatz 2 Nummer 4 Verwaltungsverfahrensgesetz. Der Gewerbetreibende muss für die Gründe der Nichteinhaltung der Weiterbildungsverpflichtung entsprechende Nachweise erbringen (z. B. ärztliches Attest darüber, dass die Weiterbildungspflicht nicht erfüllt werden konnte).
    An Ausnahmen sind besonders hohe Anforderungen zu stellen, da die Möglichkeiten der Weiterbildung sehr vielschichtig und niedrigschwellig (z. B. Selbststudium) sind. Dies gilt ebenso, wenn der Gewerbetreibende aufgrund des plötzlichen Eintritts einer Erkrankung einer geplanten Weiterbildung nicht nachkommen konnte.

    Arbeitnehmer: Bei abhängig Beschäftigten kann der Arbeitgeber während einer durch Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nachgewiesenen Arbeitsunfähigkeit nicht verlangen, dass diese ihrer Weiterbildungsverpflichtung nachkommen. Ein Absehen von der Weiterbildungspflicht kann daraus jedoch nur dann folgen, wenn dieser Zeitraum nahezu das komplette weiterbildungspflichtige Kalenderjahr umfasst (vgl. Begründung zur VersVermV, BR Drs. 487/18, zu § 7 VersVermV).

    Beispiel 2: Mutterschutz und Elternzeit

    Bei abhängig Beschäftigten kann der Arbeitgeber während der Mutterschutzfrist und der Elternzeit nicht verlangen, dass diese ihrer Weiterbildungsverpflichtung nachkommen. Ein Absehen von der Weiterbildungspflicht kann auch bei diesem Beispiel daraus jedoch nur dann folgen, wenn dieser Zeitraum nahezu das komplette weiterbildungspflichtige Kalenderjahr umfasst (vgl. Begründung zur VersVermV, BR Drs. 487/18, zu § 7 VersVermV). Ausnahmen und Befreiungen von der Weiterbildungspflicht sind weder in der IDD noch im Gesetz vorgesehen.

    Bitte wenden Sie sich für nähere Informationen an Ihre zuständige IHK. 

    7.2. Wann beginnt die Weiterbildungspflicht, wenn eine der Sachkundeprüfung gleichgestellte Berufsqualifikation vorliegt?

    Nach § 5 Abs. 1 Nr. 3 VersVermV muss beispielsweise ein Bankkaufmann keine Sachkundeprüfung ablegen, wenn er zusätzlich eine mindestens zweijährige Berufserfahrung im Bereich der Versicherungsvermittlung oder –beratung nachweisen kann. Die Weiterbildungspflicht beginnt in diesem Fall erst nach Ablauf dieser zwei Jahre, sobald der Bankkaufmann vermittelnd tätig werden will (und sich registrieren lässt).

    Sollte er jedoch bereits während der zwei Jahre – entweder als Ausschließlichkeitsvertreter, ggf. aber auch auf Grundlage von § 34d Abs. 6 GewO als produktakzessorischer Versicherungsvermittler – eigenständig vermittelnd tätig sein, muss er auch dann schon der Weiterbildungspflicht von 15 Stunden jährlich bzw. der für einen Annexvermittler „angemessenen“ Weiterbildungspflicht nachkommen. D.h., dass bei Erlaubnisinhabern die Weiterbildungspflicht ab Erlaubniserteilung beginnt, bei gebundenen Vermittlern/Annexvermittlern mit Eintragung im Register. Die Eintragung im Register ist der Anhaltspunkt/das Indiz für die Aufnahme der Tätigkeit.

    8. Wo kann die Weiterbildung absolviert werden?

    Es gibt keine Liste staatlich anerkannter oder zertifizierter Anbieter. Eine Zertifizierung oder staatliche Anerkennung von Weiterbildungsträgern und Anbietern von Weiterbildungsmaßnahmen ist auch nicht vorgesehen. Die IHK kann weder eine verbindliche Vorabprüfung einzelner Anbieter und konkreter Weiterbildungsmaßnahmen anbieten noch dürfen bestimmte Anbieter empfohlen oder eine Liste mit möglichen Anbietern vorgehalten werden. Die Weiterbildung muss bestimmten Qualitätsanforderungen und inhaltlichen Anforderungen entsprechen. Diese sind in Anlage 3 der VersVermV geregelt.

    9. In welcher Form kann die Weiterbildung erbracht werden?

    Die Weiterbildung kann in Präsenzform (klassische Weiterbildungsveranstaltungen durch externe und interne Anbieter; Webinare, die Interaktionen zwischen Dozent und Teilnehmern voraussetzen), in einem Selbststudium mit nachweisbarer
    Lernerfolgskontrolle durch den Weiterbildungsanbieter (z. B. Online-Schulungen ohne Interaktion zwischen Dozent und Teilnehmern und andere Formen des selbstgesteuerten e-Learning), durch betriebsinterne Maßnahmen des Gewerbetreibenden oder in einer anderen geeigneten Form erfolgen. Auch die Kombination verschiedener Lernmethoden (sog. Blended Learning) ist möglich. Betriebsinterne Maßnahmen des Gewerbetreibenden müssen auch den Anforderungen der Anlage 3 der VersVermV entsprechenDie Weiterbildung kann in Präsenzform (klassische Weiterbildungsveranstaltungen durch externe und interne Anbieter; Webinare, die Interaktionen zwischen Dozent und Teilnehmern voraussetzen), in einem Selbststudium mit nachweisbarer Lernerfolgskontrolle durch den Weiterbildungsanbieter (z. B. Online-Schulungen
    ohne Interaktion zwischen Dozent und Teilnehmern und andere Formen des selbstgesteuerten e-Learning), durch betriebsinterne Maßnahmen des Gewerbetreibenden oder in einer anderen geeigneten Form erfolgen. Auch die Kombination verschiedener Lernmethoden (sog. Blended Learning) ist möglich. Betriebsinterne Maßnahmen des Gewerbetreibenden müssen auch den Anforderungen der Anlage 3 der VersVermV entsprechen.

    Beispiele für „Präsenzformen“
    Alle Lernformate mit gleichzeitiger Präsenz von Lernern und Lernbegleitern oder Dozenten. Die Präsenz kann als örtliche Präsenz oder virtuell/online erfolgen, z.B.:

    • Klassische Präsenzveranstaltungen (z. B. Seminar, Workshop, Tagung, Konferenz)

    • Gesteuertes E-Learning, z. B. Webinar (Webinar = „Seminar“, welches online durchgeführt wird und bei dem ein Dozent Interaktionen mit den Teilnehmern hat, z. B. über Audiodiskussion, Chat, Umfragen etc.)

    • Blended-Learning (= eine Kombination von Präsenzveranstaltung und Selbstlern-Elementen, die in ein Gesamtkonzept eingebettet sind und durch den Durchführenden begleitet und kontrolliert werden.)

    • Einzeltraining (z. B. Praxisbegleitung, Coaching)

    Beispiel für „Selbststudium“
    Selbststudium ist Lernen anhand von Material (online oder print) ohne Begleitung. Für dieses Format ist eine nachweisbare Lernerfolgskontrolle zwingend erforderlich, z. B.:

    • selbstgesteuertes E-Learning

    • Selbststudium mit Büchern, Studienbriefen, Online-Aufzeichnungen von Seminaren

    Nicht als Weiterbildung anerkannt werden können z. B. Gespräche des Gewerbetreibenden
    mit seinen Beschäftigten, die nicht den Anforderungen der Anlage 3 VersVermV entsprechen
    oder das bloße Lesen von Fachliteratur im Selbststudium ohne Lernerfolgskontrolle.

    10. Sind Nachweise und Unterlagen über Weiterbildungsmaßnahmen zu sammeln und aufzubewahren?

    Ja. Weiterbildungspflichtige (vgl. oben zu Frage 1) müssen Nachweise und Unterlagen über Weiterbildungsmaßnahmen, an denen sie und ihre zur Weiterbildung verpflichteten Beschäftigten teilgenommen haben, sammeln und fünf Jahre auf einem dauerhaften Datenträger vorhalten und in den Geschäftsräumen aufbewahren. Die Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Ende des Kalenderjahres, in dem die Weiterbildungsmaßnahme durchgeführt wurde.
    Aus den Nachweisen und Unterlagen müssen mindestens ersichtlich sein:

    ^

    Name und Vorname des Gewerbetreibenden oder der Beschäftigten,

    ^

    Datum, Umfang, Inhalt und Bezeichnung der Weiterbildungsmaßnahme sowie,

    ^

    Name und Vorname oder Firma sowie Adresse und Kontaktdaten des in Anspruch genommenen Weiterbildungsanbieters.

    11. Sind der IHK die Erklärung über die Erfüllung der Weiterbildungspflicht und die Nachweise und Unterlagen zur Weiterbildung unaufgefordert zuzusenden?

    Nein. Sowohl die Erklärung als auch die Nachweise und Unterlagen sind nur auf Anforderung der IHK vorzulegen.
    Ein Anlass für eine Überprüfung der Erfüllung der Weiterbildungspflicht kann beispielsweise sein:

    ^

    Hinweise auf Falschberatungen

    ^

    (wiederholte) Einleitung von Erlaubniswiderrufsverfahren bei fehlender oder verspätet nachgewiesener Berufshaftpflichtversicherung 

    ^

    Nichtzahlung öffentlicher Abgaben

    ^

    Zweifel an ordnungsgemäßer Weiterbildung

    ^

    Fehlende Weiterbildung in einem der Vorjahre Stichprobenkontrollen

    Die IHK überprüft im Rahmen von Stichprobenkontrollen, ob die Gewerbetreibenden der gesetzlichen Verpflichtung zur Weiterbildung nachkommen (vgl. § 7 Absatz 3 VersVermV). Die IHK kann von dem Gewerbetreibenden die Abgabe einer Erklärung über die Erfüllung der Weiterbildungspflicht für das vorangegangene Kalenderjahr verlangen.
    Diese muss hinsichtlich der Form dem Muster der Anlage 4 VersVermV entsprechen. Das Formular kann über die zuständige IHK bezogen werden. Die Erklärung wird für den Gewerbetreibenden und seine Beschäftigten abgegeben. Sofern der Platz für die Eintragung der Weiterbildungsmaßnahmen oder betroffenen Personen hier nicht ausreichen sollte, können gesonderte Beiblätter verwendet werden.
    Weitere Nachweise und Unterlagen über die Weiterbildungsmaßnahmen können bei Bedarf durch die IHK angefordert werden.

    12. Entstehen im Zusammenhang mit der Aufforderung zur Abgabe der Erklärung Kosten?

    Da mit der Prüfung und Verwaltung der Erklärung sowie für die Überwachung der Erfüllung der Weiterbildungspflicht Verwaltungsaufwand verbunden ist, kann die zuständige IHK hierfür Gebühren nach dem entstandenen Aufwand erheben. Näheres ergibt sich aus der Gebührenordnung der IHK.

    13. Was geschieht, wenn trotz Anordnung die Erklärung nicht abgegeben wird oder wenn eine Weiterbildung nicht oder nicht ausreichend absolviert wurde?

    Verstöße gegen die Weiterbildungspflicht können mit einer Geldbuße bis 5.000 € und Verstöße gegen die Anordnung der Vorlage der Erklärung oder gegen die Aufbewahrungspflicht der Nachweise mit einer Geldbuße bis 3.000 € belegt werden.

    14. Wird die erfolgreich abgelegte Sachkundeprüfung als „Geprüfte/r Fachmann/-frau für Versicherungsvermittlung IHK“ als Weiterbildung berücksichtigt?

    Nein. Die Sachkundeprüfung selbst kann nicht als Erfüllung der Weiterbildungspflicht angesehen werden. Jedoch können die Vorbereitungskurse zur Sachkundeprüfung oder Schulungen über die zur Vermittlung der jeweiligen Versicherung angemessenen Qualifikationen als Weiterbildung berücksichtigt werden, sofern sie den Anforderungen an Inhalt und an die Anbieter von Weiterbildungen entsprechen (siehe § 7 VersVermV i. V. m. Anlagen 1 u. 3 VersVermV).

    15. Gilt der erfolgreiche Abschluss einer der in § 5 VersVermV aufgeführten Berufsqualifikationen im jeweiligen Kalenderjahr als Weiterbildung?

    Der Erwerb einer der in § 5 VersVermV aufgeführten Berufsqualifikationen (siehe hier) gilt als Weiterbildung (vgl. § 7 Absatz 1 Satz 7 VersVermV). In dem Jahr, in dem ein in § 5 Absatz 1 VersVermV genannter Abschluss erfolgreich absolviert wurde, muss keine Weiterbildung abgelegt werden. Zu den in § 5 Absatz 2 VersVermV genannten Abschlüssen siehe die Frage/Antwort Nr. 5.2.
    Wenn die Aus- oder Weiterbildung am Ende abgebrochen oder die Abschlussprüfung nicht bestanden wird, kann diese trotzdem als Weiterbildung berücksichtigt werden. In diesem Fall müssen jedoch mindestens 15 Stunden Weiterbildung in geeigneter Form nachgewiesen werden.

    16. Kann auch eine von einem Weiterbildungsanbieter oder von einer anderen Stelle vorbereitete Erklärung eingereicht werden?

    Ja. Auch eine Erklärung des Weiterbildungsanbieters oder einer anderen Stelle, welche Nachweise für Weiterbildungsmaßnahmen zentral für Weiterbildungsanbieter bereithält, kann eingereicht werden, wenn sie den Anforderungen der Anlage 4 VersVermV genügt. Sie wird inhaltlich geprüft.

    17. Wo finden sich weiterführende Informationen zu dem Thema?

    Informationen zur Weiterbildung und den sich aus der VersVermV ergebenden Berufspflichten finden sich auf den jeweiligen Internetseiten der Industrie- und Handelskammern.

    18. Wer ist für Ausschließlichkeitsvertreter, die nach § 34d Absatz 1 GewO registriert worden sind, bei Weiterbildungsfragen zuständig?

    Die IHKs unterscheiden nicht zwischen Ausschließlichkeitsvertretern und „freien Vermittlern“ oder Maklern. Sofern eine Erlaubnis nach § 34d Absatz 1 GewO besteht, sind die IHKs für die Überprüfung der Weiterbildungspflicht zuständig.
    Fragen kann jeder Erlaubnisinhaber an die zuständige IHK richten. Wenn es bei Ausschließlichkeitsvertretern, die gleichzeitig eine Erlaubnis nach § 34d Absatz 1 GewO besitzen, darüber hinaus / zusätzlich Vorgaben des Versicherungsunternehmens gibt, bleiben die IHKs trotzdem die zuständige Stelle zur Überprüfung der Weiterbildungspflicht.

    19. Welche Tätigkeiten von Beschäftigten führen zu einer Weiterbildungspflicht?

    Personen, die unmittelbar bei der Vermittlung oder Beratung mitwirken, müssen sich weiterbilden (§ 34d Absatz 9 Satz 2 GewO). Dies gilt auch für Innendienstmitarbeiter, die unmittelbar oder maßgeblich am Versicherungsvertrieb beteiligt sind (vgl. § 48 Absatz 2 Satz 1 VAG). Maßgeblich am Versicherungsvertrieb beteiligte Angestellte sind auch diejenigen Personen in der Leitungsstruktur des Unternehmens, die erheblichen und gestaltenden Einfluss auf den Versicherungsvertrieb haben, auch wenn sie etwa unmittelbar an der Beratung von Kunden oder dem Abschluss von Versicherungsverträgen nicht beteiligt sind (vgl. BaFin-Rundschreiben 11/2018, Rn. 58).

    Beispiele für unmittelbar am Versicherungsvertrieb beteiligte Angestellte:

    ^

    Vertragsverwaltung und Schadenabwicklung Kundenkontakt

    Für sich allein gesehen ist Kundenkontakt kein Kriterium für die Weiterbildungspflicht. Wenn damit allerdings eine vermittelnde oder beratende Tätigkeit verbunden ist, zieht dies die Weiterbildungspflicht nach sich. Zur Vertriebstätigkeit gehören nach § 1a Absatz 1 Satz 2 VVG:
    1. Beratung,
    2. Vorbereitung von Versicherungsverträgen einschließlich Vertragsvorschlägen,
    3. Abschluss von Versicherungsverträgen,
    4. Mitwirken bei Verwaltung und Erfüllung von Versicherungsverträgen, insbesondere im Schadensfall.

    ^

    Interne Tätigkeiten

    Rein interne Tätigkeiten ohne Einwirkungsmöglichkeit auf den Kunden und ohne Außenwirkung führen nicht zur Weiterbildungspflicht.

    ^

    Abgrenzungsbeispiele:

    – Die Bearbeitung von Schadensmeldungen an das Versicherungsunternehmen führt zur Weiterbildungspflicht
    – Die Übersendung der elektronischen Versicherungsbestätigung im Bereich der Kfz-Versicherung ist weiterbildungspflichtig, soweit der Beschäftigte durch diese Tätigkeit eine Einwirkungsmöglichkeit auf den Kunden hat.

    Im Zweifel sollte eine Weiterbildung absolviert werden.

    ^

    Sporadischer Kundenkontakt

    Beschäftigte, deren Tätigkeit als Versicherungsvertrieb eingestuft wird, müssen sich weiterbilden, auch wenn sie nur sporadischen Kundenkontakt haben („point of sale“ oder „point of advice“); vgl. § 1a Absatz 1 Satz 2 VVG.

    ^

    Vertragsverwaltung

    Vertragsverwaltung kann, muss aber nicht weiterbildungspflichtig sein. Es kommt hier auf die genaue Tätigkeit an. Auf § 1a Absatz 1 Satz 2 VVG wird verwiesen. So führen beispielsweise die Beratung und Vereinbarung von Leistungsänderungen oder Vertragsverlängerungen zu einer Weiterbildungspflicht (vgl. BaFin-Rundschreiben 11/2018, Rn. 57). Ein Kriterium für die Weiterbildungspflicht ist die Frage, ob Beschäftigte mit ihrer Tätigkeit Einfluss auf den Vertragsinhalt nehmen können

    ^

    Änderung von Stammdaten

    Ändert ein Beschäftigter nur Stammdaten, liegt keine unmittelbare Tätigkeit im Vermittlungsbereich und damit keine Weiterbildungspflicht vor; vgl. aber auch hier zur Abgrenzung § 1a Absatz 1 Satz 2 VVG.
    In Zweifelsfällen sollte immer eher die Weiterbildung absolviert als darauf verzichtet werden.

    ^

    Schadensbearbeitung und Regulierung

    Bei der Schadensbearbeitung und -regulierung handelt es sich grundsätzlich um Versicherungsvertrieb i. S. d. § 7 Nummer 34a VAG i. V. m. Artikel 2 Absatz 1 Nummer 1 IDD (siehe dazu auch Frage/Antwort Nr. 1, dritter Bulletpoint).

    Die Industrie- und Handelskammern stehen gerne für weitere Erläuterungen und Beratungen zur Verfügung.

    Dieses Merkblatt soll nur erste Hinweise geben und erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Obwohl es mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt wurde, kann eine Haftung für die inhaltliche Richtigkeit nicht übernommen werden.